Rentenbezug erreicht neue Rekordlänge

Im Vergleich zu den Vorjahren ist 2020 die durchschnittliche Rentenbezugsdauer bei der gesetzlichen Altersrente ein weiteres Mal gestiegen. Zwischen den Geschlechtern gibt es deutliche Unterschiede, wie aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung belegen.

11.10.2021 (verpd) Letztes Jahr ist die durchschnittliche Länge des Bezugs einer gesetzlichen Altersrente auf über 21,5 Jahre gestiegen. Dabei erhielten Männer ihre Altersbezüge für eine Dauer von fast 19,8 Jahren und Frauen von fast 23,2 Jahren. Dies zeigen aktuelle Daten der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Nach aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) hat sich die durchschnittliche Rentenbezugsdauer einer gesetzlichen Altersrente in 2020 gegenüber 2019 von 21,36 auf 21,51 Jahre erhöht.

Wie die DRV-Zahlen weiter zeigen, beziehen Frauen mit 23,18 Jahren – 2019 waren es im Schnitt noch 23,09 Jahre – deutlich länger eine gesetzliche Rente als Männer mit 19,78 Jahren (2019 19,55 Jahre). Auf Zehnjahressicht betrachtet ergibt sich ein Zuwachs der Rentenbezugsdauer um gut drei Jahre bei den Männern und um weit etwa zweieinhalb Jahre bei den Frauen.

Bezugsdauer einer Regelaltersrente im Schnitt fast 23 Jahre

Betrachtet man nur die Regelaltersrenten, so erhielten die Bundesbürger 2020 im Schnitt 22,74 Jahre lang gesetzliche Altersbezüge. Bei den Männern lag der Wert bei 20,55 Jahren, bei den Frauen bei 24,28 Jahren. Im Vergleich zu vor zehn Jahren entspricht dies einem Zuwachs von knapp eineinhalb Jahren bei den Männern beziehungsweise deutlich über eineinhalb Jahren bei den Frauen.

Die DRV-Daten geben auch Aufschluss über das durchschnittliche Rentenwegfallalter, also das Alter, an dem Bezieher einer gesetzlichen Altersrente im Schnitt versterben. Dieses lag im vergangenen Jahr bei 82,71 Jahren – die Männer erreichten bis zum Tod ein Lebensalter von im Schnitt 80,81 Jahren und die Frauen von durchschnittlich 84,56 Jahren. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs um insgesamt etwa 0,2 Jahre – bei den Herren plus knapp 0,3 Jahre und bei den Damen plus gut 0,1 Jahre.

Betrachtet man nur die Regelaltersrenten, so liegen die Werte jeweils rund zwei Jahre höher. Im Schnitt starben letztes Jahr Regelaltersrentner mit 84,66 Jahren. Bei den Männern betrug das durchschnittliche Alter, an dem sie gestorben sind, 81,96 Jahre und bei den Frauen 86,56 Jahre.

Steigende Lebenserwartung erhöht auch die Rentenbezugsdauer

Die seit Jahren steigende Lebenserwartung zeigt sich damit auch bei der Rentenbezugsdauer. Denn je länger eine Person lebt, die Anspruch auf eine gesetzliche Altersrente hat, umso länger bezieht sie auch eine solche Rente, solange das gesetzliche Renteneintrittsalter nicht entsprechend der steigenden Lebenserwartung angehoben wird.

Grundsätzlich gilt, wer länger lebt, braucht auch länger Geld, um sorgenfrei den eigenen Ruhestand genießen zu können. Umso wichtiger ist es, angemessen für den Ruhestand vorzusorgen.

Auch wer momentan keinen finanziellen Spielraum für eine ausreichende finanzielle Altersvorsorge sieht, sollte sich diesbezüglich Hilfe bei einem Versicherungsfachmann holen. Manche Möglichkeiten, beispielsweise durch Absicherungslösungen, für die es staatliche Zuschüsse gibt, erschließen sich erst nach einer gründlichen Analyse und durch das Wissen eines Experten.

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